AMSblatt - Juli 2010

AMSblatt

Periodisch erscheinender Newsletter des Amts für Mittelschulen (AMS)  

– Ausgabe 1. Juli 2010

 

Liebe Leserin, lieber Leser

 

Das Schuljahr 2009/2010 ist zu Ende. Aus der Sicht der Mittelschulen wurden drei wesentliche Ziele erreicht:

1. Die ersten Absolventinnen und Absolventen erhielten den Fachmaturitätsausweis. Die Fachmittelschule und die Fachmatura sind nun etabliert.

2. Die ersten Absolventinnen und Absolventen erreichten an den Gymnasien am Burggraben, Heerbrugg und Wil die Matura im Bilingualen Lehrgang. Dieser Lehrgang mit Englisch stösst auf reges Interesse und wird künftig auch an den Gymnasien Sargans und Wattwil angeboten.

3. Der Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung der Kantonsschule Heerbrugg ist erfolgt. Das St.Galler Volk hatte den entsprechenden 65-Millionen-Kredit deutlich gutgeheissen. Mit grossem Rückenwind läuft auch die Planung zur Sanierung und Erweiterung der Kantonsschule Sargans. Und mit ebenso positivem Ansatz sind die Planungsvorbereitungen für die Sanierung und Erweiterung der Kantonsschule Wattwil im Gange.

 

Die kommenden Monate werden stark im Zeichen der Revision des Mittelschulgesetzes stehen.

 

Allen Behördenmitgliedern, allen Personen in den Schulleitungen, allen Lehrerinnen und Lehrern und allen Mitarbeitenden im Mittelschulwesen danke ich für das gezeigte Engagement im vergangenen Schuljahr. Sie alle dürfen stolz sein auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.

 

Ich wünsche Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, schöne und aufbauende Sommerferien im Kreise Ihrer Lieben.

 

Christoph Mattle

Leiter Amt für Mittelschulen

 

 

Zwei Rektoratswechsel

Die Kantonsschulen Wil und am Brühl St.Gallen starten im August 2010 mit neuen Rektoren, Doris Dietler Schuppli und Mathias Gabathuler, sowie zwei neuen Prorektoren, Milena Ferigutti und David Keller. David Keller ersetzt den zurückgetretenen Andreas Wittwen. An der Kantonsschule Sargans wird Prorektor Hans Conrad in den Ruhestand treten; seine Aufgaben wird neu Ivo Gienal übernehmen.

 

1189 neue Kanti-Schülerinnen und -Schüler

Im neuen Schuljahr 2010/11 erwarten wir 1189 neue Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 1125)

 

 

Burggraben

Brühl

Heerbrugg

Sargans

Wattwil

Wil

Total

Gymnasium

324

-

132

145

162

162

925

FMS

-

73

24

18

20

-

135

WMS

-

42

19

11

17

-

89

WMI

-

26

-

14

-

-

40

Total

324

141

175

188

199

162

1189

Bericht Umweltbildung und -erziehung

Die Regierung hat dem Kantonsrat einen umfassenden Bericht zum Thema Umweltbildung und Umwelterziehung zugeleitet, der in der kommenden Parlamentssession zur Beratung kommen wird. Der Bericht geht im Wesentlichen auf die Umweltbildung in der Volksschule und in der Lehrerbildung ein. Das Thema Umweltbildung ist aber auch an den Mittelschulen von Bedeutung (u.a. Einführung von TAN – Technik und angewandte Naturwissenschaften)

Beiträge aus dem Sport-Toto-Fonds für Sporttalente an Mittelschulen

Sporttalente mit Wohnsitz im Kanton St.Gallen, die eine anerkannte ausserkantonale Sportschule absolvieren und im Besitze einer 'Swiss Olympic Talents Card' sind, erhalten individuelle Unterstützungsbeiträge aus dem Sport-Toto-Fonds. Für das Schuljahr 2009/10 belaufen sich diese Beträge auf Fr. 1'500.- bis Fr. 5'000.- je Athlet und Jahr. Die massgebenden Kriterien sind die 'Swiss Olympic Talents Card' (regional oder national) und ob im Kanton St.Gallen ein Angebot des entsprechenden Sportverbandes besteht oder nicht. Im Sinne der Gleichbehandlung werden diese Unterstützungsgelder auch Sporttalenten an St.Galler Mittelschulen zur Verfügung gestellt, sofern diese ausweisen können, dass deren Sportausbildung (analog derjenigen von Absolventinnen und Absolventen von anerkannten ausserkantonalen Sportmittelschulen) die gebührende Bedeutung einnimmt. Link Sport-Toto-Fonds

Interkantonale Vereinbarung mit Appenzell Ausserrhoden

Die Regierung hat eine Vereinbarung über die gegenseitige Aufnahme von Mittelschülerinnen und Mittelschülern zwischen dem Kanton St.Gallen und dem Kanton Appenzell Ausserrhoden unterzeichnet.

Was bedeutet der Status Hauptlehrerin/Hauptlehrer?

Das Bild der Mittelschullehrerkarriere, welches die Etappen befristet – unbefristet – Hauptlehrerin/Hauptlehrer umfasst, ist in einigen Köpfen noch verankert, obwohl es rechtlich seit zehn Jahren veraltet und damit obsolet ist. Der Hauptlehrerstatus entspricht längst nicht mehr dem Beamtenstatus. Die Anstellung kann wie bei Lehrbeauftragten mit unbefristetem Lehrauftrag beidseitig mit einer Frist von drei Monaten auf Semesterende gekündigt werden.

 

Auf den 1. August 2001 wurde auf Verordnungsebene eine qualitative Änderung des Hauptlehrerstatus wirksam. Bei der Wahl zur Hauptlehrperson handelt es sich nicht mehr wie vorher um eine Beförderung mit finanziellen Konsequenzen, sondern um eine Änderung des Anstellungsverhältnisses. Dieser Vorgang wird als Statuswechsel bezeichnet. Die Besoldungseinreihung wurde vom Status entkoppelt und gilt für Hauptlehrpersonen und Lehrbeauftragte gleichermassen.

 

Im Vergleich zu Lehrbeauftragten haben Hauptlehrerinnen und Hauptlehrer lediglich noch zwei Vorteile: die Verleihung des Professortitels nach vier Dienstjahren und das bezahlte Fortbildungssemester nach wenigstens zehn Dienstjahren.

 

Gemäss Art. 1 der Ergänzenden Verordnung über das Dienstverhältnis der Mittelschul-Lehrkräfte (sGS 143.4, abgekürzt EVD-MS) haben Lehrbeauftragte Anrecht auf die Wahl zur Hauptlehrperson, wenn

- ein Studienabschluss vorliegt,

- eine Lehrbefähigung (höheres Lehramt, Lehrdiplom im Instrumentalunterricht, Primar- oder Sekundarlehrerdiplom o.ä.) erlangt worden ist,

- eine zweijährige Berufserfahrung auf der Sekundarstufe II (wovon wenigstens ein Jahr im Kanton St.Gallen) vorliegt,

- wenigstens ein halbes Pensum zugesichert werden kann, wobei Unterricht an einer anderen kantonalen Schule der Sekundarstufe II oder der Tertiärstufe des Kantons St.Gallen angerechnet werden kann.

 

In besonderen Fällen (z.B. Pensensituation an der Schule oder persönliche Absichten der Lehrperson) ist es zulässig, auf die Wahl zur Hauptlehrperson zu verzichten. Dies betrifft Lehrbeauftragte mit schwankenden Pensen insbesondere im Instrumentalbereich.

Für Rückmeldungen oder Fragen steht Ihnen das Amt für Mittelschulen, Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen gerne zur Verfügung. Klicken Sie hier (info.bldams@sg.ch).