AMSblatt - März 2011

AMSblatt

Periodisch erscheinender Newsletter des Amts für Mittelschulen (AMS) Kanton St.Gallen
Ausgabe März 2011

Regierung leitet Teilrevision des Mittelschulgesetzes dem Kantonsrat zu

Die Regierung hat die Teilrevision des Mittelschulgesetzes im Bereich der Behördenstruktur zu Handen des Kantonsrates verabschiedet. Diese sieht vor, dass die Aufsichtskommissionen an den Mittelschulen abgeschafft werden. Deren Aufgaben werden dem Erziehungsrat, den Schulleitungen und dem Bildungsdepartement zugewiesen. So sollen die Lehrpersonen künftig von Schulleitungsmitgliedern visitiert werden. Weil es sich dabei ausschliesslich um pädagogische Fachleute handelt, erwartet die Regierung davon eine Professionalisierung der Personalführung und der Beurteilung des Unterrichts.

Nach aktuellem Mittelschulgesetz bearbeitet der Erziehungsrat auch operative Aufgaben. Diese sollen vornehmlich an die Schulleitung delegiert werden. Dies betrifft insbesondere die Personalführung: Neu sollen die Lehrpersonen von der Rektorin oder vom Rektor gewählt, beurteilt und befördert werden.

Ausserhalb der Behördenstruktur schlägt die Regierung mit dieser Teilrevision vor, dass Bussen für Eltern der Schülerinnen und Schüler eingeführt werden.

Die Gesetzesvorlage soll vom Kantonsrat in der Junisession beraten werden.

Vergleichsarbeit eprolog wird umgestaltet

Der Erziehungsrat hat die Evaluationsergebnisse der Vergleichsarbeit eprolog beraten. Die Begleitkommission eprolog empfiehlt eine Neuausrichtung. Dieser Empfehlung folgt der Erziehungsrat. Der Vergleichstest wird im Herbst dieses Jahres ausgesetzt. Der Erziehungsrat hat den Auftrag erteilt, die Vergleichsarbeiten in ein neues pädagogisches Konzept einzubetten. Mit der Neuausrichtung sollen die Schülerinnen und Schüler beim Eintritt ins Gymnasium erfahren, welche Fähigkeiten in definierten Kernbereichen der Fächer Deutsch und Mathematik zwei Jahre später von ihnen erwartet werden. Der Test soll dann nicht mehr Ausgangspunkt für Fördermassnahmen, sondern der vorläufige Abschluss eines Selbstlernprojekts, eine Vergleichsarbeit nach dem Erwerb wichtiger Basiskompetenzen, sein. Wenn das neue Konzept erarbeitet ist, soll der Vergleichstest obligatorisch durchgeführt werden.

Aufnahmeprüfungen 2011: 1366 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler

Ende Februar und Anfang März 2011 fanden die Aufnahmeprüfungen für die kantonalen Fach- und Wirtschaftsmittelschulen sowie für die Gymnasien statt. Insgesamt traten 1820 Schülerinnen und Schüler zu den Prüfungen an (Vorjahr 1663). 1366 (Vorjahr 1285) von ihnen haben bestanden (75%, Vorjahr 77%).

Neue Lehrpläne für die Wirtschaftsmittelschule

An seiner Sitzung vom 23. Februar 2011 hat der Erziehungsrat in erster Lesung die Lehrpläne für die neue Wirtschaftsmittelschule (WMS/WMI) beraten. Die Anpassungen wurden erforderlich, weil der Lehrgang ab 1. August 2011 aufgrund neuer Bundesvorgaben so verändert wird, dass den Absolventinnen und Absolventen künftig neben dem kaufmännischen Berufsmaturitätszeugnis auch ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis für Kaufleute abgegeben werden kann. Die neuen Lehrpläne basieren auf früheren Beschlüssen des Erziehungsrates zum WMS/WMI-Konzept und dem Standardlehrplan für die Bildung in beruflicher Praxis und den schulischen Unterricht an Handelsmittelschulen des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie. Dieser lässt den Kantonen bei der Umsetzung relativ wenig Spielraum.

Usanzgemäss hat der Erziehungsrat beschlossen, nach einer ersten. Lesung im Rat eine Vernehmlassung zu den Lehrplänen durchzuführen. Diese liegt in der Federführung des Amtes für Mittelschulen.

Gleichzeitig wurden die Reglemente "II. Nachtrag Berufsmaturitätsreglement der Wirtschaftsmittelschule mit Schwerpunkt Informatik" und der "Nachtrag zum Promotionsreglement der Wirtschaftsmittelschule" in einer ersten Lesung zur Kenntnis genommen. Auch dazu wird eine Vernehmlassung durchgeführt.

 

Links zum Thema:

www.zukunfthms.ch

Konzept WMS

 

Die Unterlagen zur Vernehmlassung finden sich unter:

www.schule.sg.ch/home/mittelschule/vernehmlassungen

Schweizer Schule Rom sucht eine Direktorin oder einen Direktor

Edwin Züger wird die Schweizer Schule Rom bis zum Ende des Schuljahres 2011/12 leiten. Dann tritt er in den Ruhestand. Seine Nachfolge soll frühzeitig geregelt werden. Im Sommer 2011 wird die Stelle ausgeschrieben werden. Damit mögliche Interessentinnen und Interessenten genügend Zeit haben, sich über diese Stelle zu informieren, will der Kanton St.Gallen den Hinweis auf die entstehende Vakanz bereits jetzt bekannt machen. Der neue Direktor oder die neue Direktorin soll, wenn immer möglich, aus dem Kanton St.Gallen stammen, denn der Kanton St.Gallen ist Patronatskanton der Schule und der st.gallische Erziehungsrat wacht über st.gallische Matura, die in Rom absolviert wird. Im Weiteren soll der Direktor oder die Direktorin alle Voraussetzungen mitbringen, die auch im Kanton St.Gallen nötig sind, um am Gymnasium unterrichten zu können.

Diese Voranzeige richtet sich nicht nur an Interessentinnen und Interessenten, sondern auch an jene, die andere Personen auf die herausfordernde und spannende Stelle in Rom aufmerksam machen möchten. Die Schule in Rom verfügt über einen ausgezeichneten Ruf und ist für Lehrerinnen und Lehrer recht attraktiv. Die rund 500 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule vom Kindergarten bis zur Maturität. Die Wahl des neuen Direktors oder der neuen Direktorin ist auf Ende Kalenderjahr 2011 vorgesehen. Der Stellenantritt erfolgt formell auf Beginn des Schuljahres 2012/2013. In den Wochen oder Monaten zuvor ist eine Einführung in das neue Amt geplant.

Für Auskünfte steht Christoph Mattle, Leiter Amt für Mittelschulen und Geschäftsführer der Patronatskommission Schweizer Schule Rom, gerne zur Verfügung.
Telefon: 058 229 32 34, Mail: info.bldams@sg.ch

Für Rückmeldungen oder Fragen steht Ihnen das Amt für Mittelschulen, Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen gerne zur Verfügung. Klicken Sie hier (info.bldams@sg.ch).