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AMSblatt - September 2010
AMSblatt
Periodisch erscheinender Newsletter des Amts für Mittelschulen (AMS)
– Ausgabe September 2010
Liebe Leserin, lieber Leser
Vor wenigen Monaten durften wir feststellen, dass die Reform der Fachmittelschule abgeschlossen ist. Die vier Kantonsschul-Standorte Brühl St.Gallen, Heerbrugg, Sargans und Wattwil, können ihren Schülerinnen und Schülern damit eine gute FMS-Ausbildung mit klaren Perspektiven anbieten.
Nun steht der Umbau der Wirtschaftsmittelschule vor dem Abschluss. Der Bund, der für diesen Ausbildungsgang zuständig ist, hat neue Vorgaben erlassen. Die Absolventinnen und Absolventen der Wirtschaftsmittelschulen werden in Zukunft ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und einen Kaufmännischen Berufsmaturitätsausweis in einem erlangen. Die st.gallische Wirtschaftsmittelschule wird sich weiterhin dadurch auszeichnen, dass unsere Schülerinnen und Schüler darüber hinaus einen grossen Anteil an Allgemeinbildung mit auf den Lebensweg bekommen werden.
Die neue Stundentafel, gültig ab Schuljahr 2011/12, soll demnächst in die Regierung kommen. Die Arbeiten an den neuen Lehrplänen sind im Gang. Das Konzept zur neuen Wirtschaftsmittelschule wurde soeben in die Vernehmlassung gegeben. Für ihre Mitwirkung an der Neugestaltung der Wirtschaftsmittelschule danke ich Ihnen im Namen des Erziehungsrats und der vier Schulen, die diese interessante und gute Ausbildung anbieten.
Christoph Mattle,
Leiter Amt für Mittelschulen
| Einladung Vernehmlassung Konzept WMS.pdf (539 kb, PDF) | 22.09.2010 | ||
| ER10-264.pdf (26 kb, PDF) | 22.09.2010 | ||
| ER10-264 Beilage Konzept.pdf (290 kb, PDF) | 22.09.2010 |
Schulstart an den Mittelschulen
Am 9. August 2010 startete das neue Schuljahr an den sechs st.gallischen Mittelschulen mit 1186 neuen Schülerinnen und Schülern in 52 neuen Klassen.
Medienmitteilung neues Fenster
Vernehmlassung zum neuen Aufnahmeverfahren
Am 20. August 2010 lief die Vernehmlassungsfrist für das Aufnahmeverfahren an die Mittelschulen ab. Es gingen zahlreiche Rückmeldungen dazu ein, die nun von der Projektgruppe ausgewertet werden. Der Erziehungsrat wird sich an einer nächsten Sitzung mit der Auswertung auseinander setzen und Beschlüsse für die Weiterarbeit fassen. Alle Unterlagen zum neuen Aufnahmeverfahren finden Sie hier. neues Fenster
Regierung gibt Antwort zum Aufnahmeverfahren
Die FDP-Fraktion des Kantonsrates hat sich in einer Interpellation nach dem neuen Aufnahmeverfahren an den Mittelschulen erkundigt. Die Antwort der Regierung fällt mit Blick auf das laufende Vernehmlassungsverfahren zurückhaltend aus.
Vernehmlassung zur Revision des Mittelschulgesetzes
Die Vernehmlassungsfrist zur Revision des Mittelschulgesetzes läuft noch bis 30. September 2010. Bis jetzt sind rund 15 Vernehmlassungsantworten eingegangen. Der Erziehungsrat wird die Auswertung voraussichtlich im November 2010 zur Kenntnis nehmen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Unterlagen zur Vernehmlassung finden Sie hier neues Fenster.
Frage des Lehrermangels an den Mittelschulen
Die Thematik "Lehrermangel" wird zurzeit in vielen Kantonen, namentlich auf der Volksschulstufe, diskutiert. Das Amt für Mittelschulen hat zu diesem Thema, unter Berücksichtigung der Situation an den st.gallischen Mittelschulen, einige Fakten zusammen getragen.
| Beilage AMSblatt Sept10.pdf (13 kb, PDF) | 22.09.2010 |
Medienberichte zum Thema Plagiat
Den Medien war kürzlich zu entnehmen, dass ein Maturand aufgrund einer plagiierten Maturaarbeit von den Eidgenössischen Maturitätsprüfungen ausgeschlossen worden war. Eine gegen den Ausschluss erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht abgewiesen.
Der Erziehungsrat hat bereits im Jahr 2007 in den Prüfungsreglementen des Gymnasiums, der Wirtschaftsmittelschule und der Fachmittelschule den sogenannten Plagiatsartikel eingefügt. Gemäss diesem kann eine Schülerin oder ein Schüler von den Prüfungen ausgeschlossen werden, wenn für die Maturaarbeit oder wesentliche Teile davon, fremdes geistiges Eigentum unter Umgehung der bekannt gegebenen Zitierregeln als eigene Leistung ausgegeben wird. Die Prüfung gilt als nicht bestanden. Die Rektorin oder der Rektor kann - je nach Grad des Plagiats - auch mildere Massnahmen ergreifen.
Es ist mit speziellen Computerprogrammen möglich, Plagiate aufzuspüren. Solche Programme werden an einzelnen Schulen eingesetzt. Die Erstellung der Maturaarbeiten wird durch eine Lehrperson begleitet. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Schülerin oder der Schüler das Thema tatsächlich selbständig erarbeitet und eigene Gedanken einfliessen lässt. Nur schwierig nachzuweisen ist demgegenüber, wenn das Schreiben durch Dritte übernommen wird. Diesbezüglich ist auch die Abgrenzung der zulässigen Hilfe (Korrekturlesen) schwierig.
Zweisprachige Maturität wird evaluiert
Am Ende des letzten Schuljahres konnten die ersten Maturitätszeugnisse mit dem Vermerk "Zweisprachige Maturität" abgegeben werden. Auf Beginn dieses Schuljahres starteten auch an den Kantonsschulen Sargans und Wattwil die ersten Klassen mit bilingualem Unterricht. Der Schulversuch wird evaluiert.
Vergleichsarbeiten eprolog
Zurzeit findet versuchsweise die Durchführung von eprolog statt. Die Evaluation von eprolog hat im Frühsommer 2010 begonnen. Sie wird von der durch den Erziehungsrat gewählten Begleitkommission, zusammen mit dem Büro für Bildungsfragen, Thalwil, durchgeführt. Bis Juli 2010 wurden die Lehrpersonen zu eprolog befragt; nach der Durchführung von eprolog im Herbst 2010 werden die beteiligten Schülerinnen und Schüler befragt. Der Evaluationsbericht wird dem Erziehungsrat in den ersten Monaten des Jahres 2011 vorliegen. Dann wird zu entscheiden sein, ob und wie eprolog eingeführt wird.
Laufende Mittelschulprojekte
Alljährlich berichtet das Amt dem Erziehungsrat über die wichtigsten laufenden Projekte.Schüler- und Mitarbeiterausweis - Campus Card
Die Pilotphase des Campus Card Projekts an der Kantonsschule Wil ist abgeschlossen. Die daraus gewonnen Erkenntnisse fliessen in die Einführung an den anderen Kantonsschulen ein.
In einem ersten Schritt werden die Kartenproduktionssysteme an allen Kantonsschulen installiert und die Schüler- und Mitarbeiterausweise mit neuen Bibliothekscodes bis spätestens Frühlingsferien 2011 ausgeliefert. Für die Funktion "Drucken und Kopieren" sind nach Rücksprache mit dem Dienst für Informatik des Bildungsdepartements noch netzwerktechnische Fragen offen. Die Einführung von "Drucken und Kopieren" wird, in Abhängigkeit von der Netzwerk-Lösung, voraussichtlich Mitte des Jahres 2011 möglich sein.
Kontaktperson Internationaler Jugendaustausch
Die Regierung des Kantons St.Gallen hat Vereinbarungen mit Ungarn, Tschechien, Polen, Italien und Rumänien abgeschlossen und fördert den Jugendaustausch auf der Mittelschulstufe. Im 2010 haben 10 Austausche mit Besuch in den erwähnten Ländern und einem Gegenbesuch im Kanton St.Gallen stattgefunden (letzte Austausche in dieser Woche!). Das Amt für Mittelschulen unterstützt dieses Projekt administrativ mit der Koordination, der Budgetierung und der Eingabe beim Lotteriefonds.
Ab sofort übernimmt Sabrina Knöpfel, Amt für Mittelschulen die Koordination des internationalen Jugendaustauschs der Mittelschulen des Kantons St.Gallen. Alle Anfragen bzw. Unterlagen können Sie direkt an Sabrina Knöpfel richten (sabrina.knoepfel@sg.ch, Tel. 058 229 32 21).
Empfehlung Kopfbedeckung nur für die Volksschule
Der Erziehungsrat hat am 2. Juli 2010 eine Empfehlung zu einem Kopfbedeckungs-Verbot an die Schulgemeinden herausgegeben. Diese Empfehlung betrifft ausschliesslich die Volksschule, nicht die Mittelschulen. Den vollen Wortlaut der Empfehlung finden Sie hier neues Fenster.
Für Rückmeldungen oder Fragen steht Ihnen das Amt für Mittelschulen, Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen gerne zur Verfügung. Klicken Sie hier (info.bldams@sg.ch).