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AMSBlatt - April 2010
AMSBlatt
Periodisch erscheinender Newsletter des Amts für Mittelschulen (AMS) –Ausgabe 21. April 2010
Liebe Leserin, lieber Leser
Vergangene Woche hat die Regierung die Teilrevision des Mittelschulgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Wir haben diesem wichtigen Thema vor wenigen Tagen eine Sonderausgabe unseres AMSblattes gewidmet. Alle Empfängerinnen und Empfänger sind eingeladen, sich zur Revision zu äussern.
Eine weitere Vernehmlassung hat der Erziehungsrat gestartet. Dabei geht es um das neue Aufnahmeverfahren in die Mittelschule. Auch zu dieser Vorlage sollen möglichst viele Gruppen und Personen Stellung nehmen.
Zu beiden Themen finden Sie nachstehend das Wichtigste. Gerne hören wir Ihre Meinung. Angesichts der Bedeutung gilt hier die Devise: Betroffene zu Beteiligten machen.
Für Ihr aktives Mitwirken danken wir Ihnen.
Freundliche Grüsse
Christoph Mattle,
Leiter Amt für Mittelschulen
Revision des Mittelschulgesetzes
Hier noch einmal der Hinweis auf die Informationen zur Teilrevision des Mittelschulgesetzes:
http://www.schule.sg.ch/home/mittelschule/revision_mittelschulgesetz.html neues Fenster
Vernehmlassung Aufnahmeverfahren
Das Amt für Mittelschulen hat im Auftrag vom Erziehungsrat zu einer Vernehmlassung zum Zwischenbericht des Aufnahmeverfahrens in die Mittelschulen eingeladen. Stellungnahmen werden bis 20. August 2010 erwartet.
Weitere Informationen unter:http://www.schule.sg.ch/home/mittelschule/0.html neues Fenster
Aufnahmeprüfungen 2010
a) 1285 erfolgreiche Schülerinnen und Schüler
Ende Februar und Anfang März 2010 fanden die Aufnahmeprüfungen für die kantonalen Fach- und Wirtschaftsmittelschulen sowie für die Gymnasien statt. Insgesamt traten 1576 Schülerinnen und Schüler zu den Prüfungen an. 1285 von ihnen haben bestanden und treten nach den Sommerferien in eine der sechs Kantonsschulen ein. Medienmitteilung vom 7. April 2010 neues Fenster
b) Klassenbildung
Nach Vorliegen der Anmeldezahlen hat das Amt für Mittelschulen die Klassenbildung vorbereitet und durch Umteilungen von Schülerinnen und Schüler die Klassengrössen optimiert. Auf diese Weise können Klassen mit Unterbeständen verhindert werden. Durch die Umteilungen lassen sich allein für das kommende Schuljahr insgesamt 6 Klassen einsparen. Aufgrund der höheren Aufnahmezahl werden im August 2010 52 (Vorjahr: 50) neue Klassen gebildet. An sämtlichen Gymnasien werden nun erstmals Klassen der Zweisprachigen Maturität geführt. Ebenfalls wird weiterhin überall Latein angeboten, wenn auch teilweise mit sehr kleinen Beständen. Neben der Kantonsschule am Brühl St.Gallen (KSB) kann gestützt auf einen Entscheid der Regierung in diesem Jahr in Heerbrugg, Sargans und Wattwil je eine erste Klasse der FMS und der WMS den Betrieb aufnehmen. Die WMI wird wie im Vorjahr an der KSB und in Sargans geführt.
c) Schülerzuweisungen
Zur Optimierung der Klassenbestände schlägt das AMS dem Erziehungsrat knapp 100 Schulorts- oder Schwerpunktfachwechsel vor. Ein beträchtlicher Teil davon betrifft Schülerinnen und Schüler, welche aufgrund der grossen Nachfrage und der beschränkten Zahl an Ausbildungsplätzen nicht wie gewünscht in einen Zweisprachigen Lehrgang eintreten können. Massgebendes Aufnahmekriterium ist dabei - wie den Kandidatinnen und Kandidaten bekannt war - das Resultat der Aufnahmeprüfung. Im Übrigen bewegt sich die Zahl der Umteilungen im gewohnten Rahmen. Der Präsident des Erziehungsrates wird voraussichtlich Mitte Mai die Umteilungen verfügen.
Klassenbildung im berufskundlichen Unterricht in der FMS
In der FMS erfolgt die Aufteilung auf die einzelnen Berufsfelder erst im 3. Jahr. Dies ermöglicht einerseits eine höhere Durchlässigkeit in der Ausbildung aufgrund des aufgeschobenen definitiven Entscheids. Andererseits fällt es damit auch den Landmittelschulen leichter, die minimale Schülerzahl zu erreichen, um eine FMS-Klassen zu führen. Der Berufskundliche Unterricht (BkU) im 3. Jahr im Umfang von 10 Lektionen je Woche (1.5 Schultage) wird nach Möglichkeit zentral angeboten. Der Erziehungsrat legt anhand der Anmeldungen gegen Ende des zweiten Schuljahres fest, an welchen Standorten der BkU in den einzelnen Berufsfeldern geführt wird. Am 14. April 2010 hat der Erziehungsrat wie folgt entschieden:
- BkU Gesundheit an den Berufsfachschulen für Gesundheit in St.Gallen und neu auch in Sargans
- BkU Soziales und Gestalten wird ausschliesslich an der Kantonsschule am Brühl St.Gallen angeboten
- BkU in Pädagogik wird an sämtlichen Fachmittelschulen (Brühl St.Gallen, Heerbrugg, Sargans und Wattwil) angeboten. Der Standort Sargans ist neu, hingegen entfällt dort aufgrund der Nachfrage der BkU Soziales.
Klassen des 7. Semesters Pädagogik, welche zur Fachmaturität führen, werden im kommenden Schuljahr an den Kantonsschulen am Brühl St.Gallen und Heerbrugg geführt.
Interpellation "Mehr Ausbildungsplätze an den Mittelschulen im Kanton St.Gallen"
Die Regierung hat am 30. März 2010 folgende Antwort gegeben (Antwort der Regierung 51.10.12 neues Fenster). Die Interpellantinnen zeigten sich von dieser Antwort anlässlich der Aprilsession im Kantonsrat weitgehend zufrieden.
Förderung der Wissenschafts-Olympiaden – Film-Uraufführung in St.Gallen
Mittelschülerinnen und Mittelschüler können sich in fünf Disziplinen an den Wissenschafts-Olympiaden beteiligen: Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. An regelmässig stattfindenden Wettbewerben beteiligen sich Mittelschülerinnen und -schüler aus rund 80 Ländern. Der Kanton St.Gallen gehört mit seinen sechs Mittelschulen zu den aktiven Teilnehmern und die einzelnen Kanti holen regelmässig gute Platzierungen.
Seit einigen Monaten drehen zwei ehemalige Schüler der Kanti Heerbrugg einen Film über die Biologie-Olympiade. Dieser Film soll nach der Fertigstellung an möglichst vielen Orten aufgeführt werden und bei jungen Menschen das Interesse an den Wissenschafts-Olympiaden wecken und fördern.
Weil dieser Film einige Bezüge zum Kanton St.Gallen hat, wird die Uraufführung am Freitag, 20. August 2010, um 16.30 Uhr im Pfalzkeller des Regierungsgebäudes in St.Gallen stattfinden. Der nationale Anlass wird vom Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden organisiert. Der Kanton St.Gallen tritt als Gastgeber dieses interessanten Anlasses auf. Regierungsrat Stefan Kölliker wird die Gäste willkommen heissen und als Bildungsdirektor die Wissenschafts-Olympiade vorstellen und auf ihre Wirkungen im gymnasialen und universitären Umfeld eingehen. Es soll auch eine Ehrung der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger aus den Mittelschulen der Ostschweizer Kantone und Liechtensteins stattfinden.
Der Kanton St.Gallen steht seit Jahren voll und ganz hinter der Förderung der Wissenschafts-Olympiaden. Regierung, Erziehungsrat, Bildungsdepartement und die sechs Mittelschulen wollen die Begeisterung für Technik und Wissenschaften allen Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben und auch in die Öffentlichkeit tragen. Diese Feier im Pfalzkeller ist öffentlich. Wir werden im AMSblatt noch einmal darauf eingehen. Bitte merken Sie den Termin vor. Eine starke Präsenz an diesem Anlass beweist, dass Sie hinter der Förderung der Naturwissenschaften an unseren Schulen stehen.
Mehr über die Wissenschafts-Olympiaden: www.olympiads.ch neues Fenster