Das St.Gallerlied

Vor 50 Jahren ist das St.Gallerlied entstanden....

 

Das Jubiläumsjahr unseres Kantons neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Nebst den vielen gelungenen Anlässen bietet ein Jubiläum auch die gute Gelegenheit, sich an die vergangene Zeit zu erinnern.

Warum also nicht für einmal im alten Liedgut stöbern und sich dabei der "guten alten Zeit" besinnen....?!

In diesem Zusammenhang drängt sich das St.Gallerlied geradezu auf.

Die folgenden Ausführungen sollen einige Informationen und Anregungen zum Lied beinhalten. Einige Blätter können direkt im Unterricht eingesetzt werden und stehen als Download bereit.

Viel Spass im Umgang mit dem alten St.Galler Liedgut - noch im Jubiläumsjahr oder auch etwas später...

 

Blick zurück

Unser Kanton feierte im Jahre 1953 das 150-jährige Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltete der Regierungsrat einen Wettbewerb für ein St.Gallerlied. Der Text des Wittenbachers Sales Huber und die Melodie des St.Gallers Walter Schmid schwangen obenaus.

Am Festakt auf dem Klosterhof ist das St.Gallerlied vom St.Galler Knabenchor, vom Bürglichor und von der Stadtmusik unter der Leitung von Musikdirektor Peter Juon aus der Taufe gehoben worden. Seither ist "Sant Galle isch mis Heimatland" Bestandteil des Schweizer Singbuches für Primar- und Sekundarschulen. Es ist auch für Männerchor, gemischten Chor und Blasmusik arrangiert worden. Die Freude über den ersten Preis unter rund 170 Wettbewerbsteilnehmern ist bei den Landschulmeistern Walter Schmid, der aus Walenstadt in die Stadt kam, und bei Sales Huber, der das Toggenburg mit Wittenbach vertauscht hatte, gross gewesen. Beide glaubten, das einfache Lied könne sich in den Schulstuben durchsetzen und Allgemeingut werden. Ist es das geworden? "Anfänglich schon", sagt der Textdichter, "doch im Laufe der Zeit habe sich der moderne Schlager auch im Klassenzimmer breit gemacht. Dadurch werde das Volksliedgut immer mehr zurückgedrängt."

So berichtete das St.Galler Tagblatt in einer Mitteilung vom 20. Oktober 1993.

   

Angebote für den Unterricht

Wettbewerb aus dem Jahr 1952

Im St.Galler Tagblatt wurde am 28. Mai 1952 vom Organisationskomitee der Wettbewerb für ein St.Gallerlied ausgeschrieben.

 

Übrigens: Einige der aufgeführten Lieder im Text "Ausschreibung und Wettbewerbsbedingungen" sind noch im alten Schweizer Singbuch Mittelstufe zu finden:

  • Beresinalied S. 26
  • Luegid, vo Bärg und Tal S. 104
  • O mein Heimatland S. 60

 

 

 

Preisgekrönte Gedichte

Am 26. September 1952 wurden in allen Zeitungen des Kantons die Ergebnisse aus dem Wettbewerb veröffentlicht. Damit startete zugleich der Wettbewerb zur musikalischen Vertonung des nun vorliegenden Textes.

 

Eindrücke der Verfasser

Im Jahresbuch "Gallusstadt", Jahrgang 1954, erzählen der Komponist Walter Schmid und der Verfasser des Gedichtes, Sales Huber, wie das St. Galler Lied entstand.

 

Notenmaterial

Das St.Galler Lied wurde für ganz verschiedene Besetzungen arrangiert (Blasorchester, Frauen- und Männerchor, Jugendchor...). Für das Singen und Musizieren in den Klassenzimmern stehen zwei Fassungen zur Auswahl.

 

Hörbeispiel

Aus dem Fernsehen kommt uns die Melodie des St. Gallerliedes womöglich bekannt vor. Tele Ostschweiz hat sich für ihre "ID's" (gemeint sind damit die verschiedenen Identifikationsmelodien) einzelner Teile der Melodie bedient. Für die Schülerinnen und Schüler wäre es bestimmt interessant, diese Melodieausschnitte am eigenen Fernseher zu Hause aufzuspüren. Dazu Hilfe bieten kann das beigefügte Arbeitsblatt:

 

Der St.Galler Lehrer und Kabarettist Hans Fässler ist Autor und Komponist eines anderen St.Gallerliedes. Dieses zeitgenössische und kritische Lied bietet eine interessante und amüsante Ergänzung zum alten St.Galler Lied.