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Oberstufe 2012

Handreichung für Schulbehörden, Schulleitungen und Stundenplaner

Die Handreichung wendet sich insbesondere an Schulbehörden, Schulleitungen und Stundenplaner. Sie orientiert über die Beschlüsse des Erziehungsrates, konkretisiert die Rahmenbedingungen und leistet Unterstützung in den Diskussionen, den Vorbereitungs- und den Planungsarbeiten vor Ort.

Struktur der Oberstufe

Um die Durchlässigkeit zu erleichtern, können die Schulgemeinden alternativ zum bestehenden Modell das kooperative Oberstufenmodell mit Niveaugruppen in Mathematik und/oder Englisch wählen. Die Stammklassen werden bei diesem Modell jedoch nach wie vor in Sekundar- und in Realschule aufgeteilt. Niveaugruppen in Mathematik und Englisch erlauben, dass Schülerinnen und Schüler mit einseitigen Begabungen in einem Teil der Fächer in einem anderen als dem Stammniveau unterrichtet werden. Im Weiteren soll eine horizontale Durchlässigkeit ermöglicht werden. Der Entscheid über die Einführung des neuen oder der Beibehaltung des bisherigen, zweigeteilten Modells liegt bei der örtlichen Schulbehörde.

Lehrmittel Englisch

Der Erziehungsrat hat am 2. Juli 2010 die Ergebnisse des Evaluationsverfahrens für ein neues Englisch-Lehrmittel auf der Oberstufe zur Kenntnis genommen und beschlossen, dass ab dem Schuljahr 2012/13 "Open World" des Verlags Klett und Balmer AG als obligatorisches Lehrmittel für die Oberstufe eingesetzt wird.

 

Link zu weiteren Informationen

Lektionentafel Oberstufe 2012

Der Erziehungsrat hat am 17. November 2010 die neue Lektionentafel mit Gültigkeit ab Schuljahr 2012/13 erlassen. Sie wurde am 21. Dezember 2010 durch die Regierung genehmigt.

 

Link zum Lehrplan 2012

Nachtrag Weisungen Klassenbildung; Poollektionen Oberstufe bei über- und unterdotierten Klassenbeständen

Der Erziehungsrat hat einen Nachtrag zu den Weisungen zur Klassenbildung erlassen. Mit den Poollektionen, welche in Mathematik und/oder Fremdsprachen eingesetzt werden können, ist in der neuen Lektionentafel für die Oberstufe ab 2012 ein neues Gestaltungselement für Förderlektionen, zeitlich befristete Stützkurse, Begabtenförderung – oder wie bisher – für Lektionen zur Klassenteilung geschaffen worden. Damit erhalten die einzelnen Oberstufen auch die nötige Flexibilität zum bedarfsgerechten Einsatz dieser Lektionen. Die bisherige Regelung bezüglich der für die Klassenteilung einsetzbaren Lektionen ist durch eine allgemeine Regelung zu den Poollektionen ersetzt worden.

Oberstufe 2012: Lehrplanergänzungen und -anpassungen

Mit Blick auf die Einführung der Oberstufe 2012 erfolgten in verschiedenen Kapiteln des Bildungs- und Lehrplans Ergänzungen und Anpassungen. Dies betrifft im Wesentlichen:

  • Kapitel 3, Rahmenbedingungen: Aufnahme der neuen Lektionentafeln
  • Kapitel 6, Fachbereich Mensch und Umwelt: Anhang zum neuen Fach Ethik und Kultur
  • Kapitel 7, Sprachen: Ergänzungen in den Beschreibungen der Bedeutung des Fachbereichs, der Richtziele und der Hinweise; Kompetenzbeschreibungen für das 9. Schuljahr für die Fächer Englisch und Französisch auf zwei verschiedenen Leistungsniveaus.

Die restlichen Kapitel haben gegenüber dem Bildungs- und Lehrplan Volksschule 2008 keine Änderungen erfahren.

 

Bildungs- und Lehrplan Volksschule 2012

Promotions- und Übertrittsreglement

Der Erziehungsrat hat an seiner Sitzung vom 15. Februar 2012 den Nachtrag zum Promotions- und Übertrittsreglement erlassen und vom vorgeschlagenen Leitfaden und den Musterformularen Kenntnis genommen. Mit dem Nachtrag sind die Grundlagen für die Zuteilungen und Umstufungen in jenen Oberstufen geschaffen worden, welche sich für das kooperative Modell mit Niveaugruppen entscheiden.

 

Der Leitfaden konkretisiert die Übertrittsmodalitäten sowie die Zuteilung zu Schultyp, Klasse und Niveaus und macht Aussagen zur Beurteilungspraxis. Der Leitfaden soll die Sicherheit der Lehrpersonen und der Behörden im Vollzug des Nachtrags erhöhen. Der Nachtrag hält fest, dass der Schulrat durch Reglement zu bestimmen hat, ob die Oberstufe mit oder ohne Niveaugruppen geführt wird. Sinnvollerweise wird die entsprechende Bestimmung in die Schulordnung aufgenommen. Sofern beim Schulträger nicht gerade der Erlass einer neuen Schulordnung ansteht, kann die entsprechende Bestimmung mittels Nachtrag, welcher dem fakultativen Referendum untersteht, in die Schulordnung aufgenommen werden.

 

Oberstufen, welche keine Niveaugruppen führen, setzen weiterhin das bisherige Reglement ohne den Nachtrag um.

Beurteilung

Der Erziehungsrat hat beschlossen, dass die überarbeitete Broschüre "fördern – fordern, Schülerinnen- und Schülerbeurteilung" ab Beginn des Schuljahres 2008/09 als verbindliche Grundlage für die Regelung der Beurteilungspraxis in der Volksschule gelten soll. Mit dem Grundlagenteil, der auch die Oberstufe abdeckt, ist eine praxisnahe Umsetzungshilfe in der anspruchsvollen Beurteilungsaufgabe bereits geschaffen worden. Die Instrumente, können online bezogen werden. Der Einsatz neuer Instrumente wie das Europäische Sprachenportfolio oder Lingualevel sind Schwerpunkte bei der Englisch-Weiterbildung der Lehrpersonen.

Volksschulabschluss, Abschlusszertifikat, Abschlussportfolio

Wie in anderen Kantonen soll der Volksschulabschluss nicht als eine isolierte Abschlussprüfung, sondern als ein Prozess über die gesamte Oberstufenzeit verstanden werden. Dabei soll Stellwerk 8 als Testsystem zur individuellen Standortbestimmung die Grundlage für eine Förderplanung im letzten Schuljahr sein. Mit der neu gestalteten Lektionentafel für die Oberstufe ab 2012 sind die Voraussetzungen dazu geschaffen worden. Es stehen den Schülerinnen und Schülern Zeitgefässe für eine verstärkte individuelle Förderung in den Fachbereichen Mathematik/Naturwissenschaften, Sprachen und Gestalten zur Verfügung. Eine Projektarbeit ist ab Schuljahr 2014/2015 ebenfalls verpflichtender Unterrichtsbestandteil im Abschlussjahr.

Das Abschlusszertifikat, als Teil eines Abschlussportfolios, wird erstmals am Ende des Schuljahres 2014/2015 abgegeben.

Weisungen zum Fremdsprachenunterricht

Die Weisungen des Erziehungsrates zum Fremdsprachenunterricht: Übergang Primarschule - Sekundarstufe 1 vom 9. Mai 2012 werden ab 1. August 2012 angewendet. Sie ersetzen die bisherigen Weisungen zum Französischunterricht betreffend Harmonisierung des Übergangs von der Primarstufe in die Sekundarstufe 1 vom 21. November 2003.

Kontakt

Name: Josef Seliner
Adresse: Amt für Volksschule, Davidstrasse 31
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 74 07

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