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FAQ: A – D


Altersentlastung

Ab wann hat eine Lehrperson Anspruch auf Altersentlastung?

Ab einem Beschäftigungsgrad von 30 Prozent hat die Lehrperson ab dem Schuljahr, in dem das 56. Altersjahr erfüllt wird, Anspruch auf Altersentlastung von 6.286 Prozent und ab dem Schuljahr, in dem das 61. Altersjahr vollendet wird, Anspruch auf eine Altersentlastung von 9.429 Prozent der Jahresarbeitszeit (Art. 15 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).

Was geschieht mit der Altersentlastung bei Überpensum?

Lehrpersonen mit Altersentlastung wird kein zusätzlicher Unterricht übertragen. Ausnahmen – soweit sie im Interesse der Schule zwingend nötig sind – bedürfen der Bewilligung des Schulrates bzw. der gemäss Organisationsrecht des Schulträgers zuständigen Stellen (Art. 16 Abs. 3 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).
Sollte eine Lehrperson mit Altersentlastung aus betrieblichen Gründen ein Überpensum erhalten, ist dieses grundsätzlich durch Kompensation auszugleichen. Nur wenn dies ausnahmsweise nicht möglich ist, kann eine Auszahlung erfolgen (Art. 17 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).


Anstellungsarten

Welche Anstellungsarten gelten ab dem 1. August 2015?

Mit dem Vollzug des XVI. Nachtrag zum Volksschulgesetz auf Anfang Schuljahr 2015/16 fällt der Wahlstatus weg. Es wird neu unterschieden zwischen:

Unbefristetes Arbeitsverhältnis:
Die Lehrperson besetzt eine ständige Stelle und besitzt für den erteilten Unterricht ein anerkanntes Lehrdiplom oder eine gleichwertige Qualifikation (Art. 57 Volksschulgesetz in der Fassung gemäss XVI. Nachtrag; abgekürzt VSG). Die Gleichwertigkeit wird durch den Erziehungsrat festgestellt (Art. 60  VSG in der Fassung gemäss XVI. Nachtrag). Die Stelle ist ständig, wenn bei Begründung des Arbeitsverhältnisses davon auszugehen ist, dass die künftige Schülerzahl ihre Beibehaltung erfordert (Art. 59 Abs. 1 VSG in der Fassung gemäss XVI. Nachtrag).

Befristetes Arbeitsverhältnis:

Die Lehrperson besetzt eine nicht ständige Stelle oder sie besitzt für den erteilten Unterricht weder ein anerkanntes Lehrdiplom noch eine gleichwertige Qualifikation, jedoch eine ausreichende Ausbildung nachweist und die persönlichen Voraussetzungen erfüllt. Bei einer Stellvertretung ist die Stelle nicht ständig (Art. 59 Abs. 2 VSG in der Fassung gemäss XVI. Nachtrag).


Anstellungsverhältnis ausserhalb des Berufsauftrages / Abgrenzung

Welche Aufgaben gehören nicht zum Berufsauftrag?

Aufgaben, für welche keine Qualifikation als Lehrperson erforderlich ist, gehören nicht zum Berufsauftrag. Dazu zählen insbesondere die Beaufsichtigung ganzer Klassen in Zwischenstunden oder beim Mittagstisch, Aufgabenhilfe sowie Klassenassistenz (Art. 8 Abs. 2 Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen).

Welche Anstellungsbedingungen gelten für Lehrpersonen, die in der schulergänzenden Betreuung mitwirken?

Diese Tätigkeiten werden nicht nach dem Gesetz über den Lohn der Volksschul-Lehrpersonen abgegolten (Art. 8 Abs. 2 Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen). Die Bedingungen für dieses zusätzliche Anstellungsverhältnis sind vor Ort zu klären. Dieses Arbeitsverhältnis untersteht nicht dem Lehrerpersonalrecht, sondern dem Personalrecht für das Verwaltungspersonal (gemeindeinternes Reglement oder subsidiär Personalrecht für das Staatspersonal).


Arbeitszeiterfassung

Kann eine Lehrperson zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet werden?

Generell ist die Lehrperson für ihr Zeitmanagement selbst verantwortlich. Sie untersteht jedoch der Rechenschaftspflicht gegenüber der vorgesetzten Stelle (Art. 14 Abs. 1 Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen). Im Rahmen des allgemeinen Weisungsrechts des Arbeitgebers kann die vorgesetzte Stelle im Einzelfall anordnen, dass Elemente der Arbeitszeit ausgewiesen werden. Für zusätzliche Arbeit (Überpensum) in den Arbeitsfeldern Schülerinnen und Schüler, Schule sowie Lehrperson kann die Schulleitung anordnen, dass zusätzliche Arbeit nach Inhalt und Umfang nachgewiesen wird (Art. 20 Abs. 2 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).

Ist es möglich, per Arbeitszeiterfassung zusätzliche Arbeit (Überpensum) in den Arbeitsfeldern Schülerinnen und Schüler, Schule, Lehrperson in Rechnung zu stellen? Wann besteht ein Anspruch?

Anspruch auf Zeitkompensation oder auf finanzielle Entschädigung für zusätzliche Arbeit in diesen Arbeitsfeldern besteht nur dann, wenn es sich um angeordnete Überzeit handelt. In diesem Fall wird zuvor vereinbart, in welchem Ausmass und für welche Aufgaben zusätzliche Arbeit geleistet werden soll. Die Lehrperson weist die zusätzlich angeordnete Arbeit nach Inhalt und Umfang nach. Die vorgesetzte Stelle bestätigt den Nachweis und die Unmöglichkeit des Ausgleichs durch Gewichtung der Arbeitsfelder (Art. 19 und 20 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen). Je Arbeitsstunde beträgt die Entschädigung 0,525 Promille des Jahreslohns (Art. 19 Abs. 2 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).


Berufseinführung / Mentorat (lokales)

Wie ist die Lektion Entlastung der Lehrperson im 1. Arbeitsjahr und die halbe Lektion Entlastung für das lokale Mentorat zu erfassen?

Für die Entlastungslektion der Junglehrperson ist ein befristeter Zusatzvertrag zu erfassen. Bei der Flexibilisierung sind im Arbeitsfeld Lehrperson 59.9 Stunden (1 Lektion) und die Beschreibung «Berufseinführung» einzutragen. Somit ergibt sich für die Berufseinführung ein Beschäftigungsgrad von 3.571 Prozent bzw. 68.07 Stunden.

 

Für das lokale Mentorat ist ebenfalls ein befristeter Zusatzvertrag zu erfassen. Bei der Flexibilisierung sind im Arbeitsfeld Schule 29.95 Stunden (0.5 Lektion) und die Beschreibung «lokales Mentorat» einzutragen. Somit ergibt sich für das lokale Mentorat ein Beschäftigungsgrad von 1.786 Prozent bzw. 34.03 Stunden.


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