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FAQ: P – T


Pausenaufsicht

Wird die Pausenaufsicht im Kindergarten speziell entschädigt?
 

Die Aufsicht während der Pause ist Teil des Berufsauftrags im Arbeitsfeld Schule (Anhang I zum Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen) und wird nicht zusätzlich entschädigt. Auch auf der Primar- und der Oberstufe sind die Schülerinnen und Schüler während der Pause zu beaufsichtigen. Soweit es eines überdurchschnittlichen Einsatzes der Kindergartenlehrperson bei der Pausenaufsicht bedarf, ist dieser anrechenbar im Arbeitsfeld Schule. Die Pausenaufsicht im Kindergarten muss aber nicht unbedingt durch die Klassenlehrperson erfolgen. Eine Aufsichtsperson kann mehr als eine Klasse beaufsichtigen. In einem Mehrfachkindergarten reicht es in der Regel aus, wenn eine Lehrperson die Pausenaufsicht wahrnimmt. Reicht das Zeitgefäss im Arbeitsfeld Schule für die Erfüllung der Aufgaben inklusive der notwendigen Pausenaufsicht nicht aus, so erfolgt der Ausgleich durch Anpassung des Zeitgefässes (Flexibilisierung).

Religionsunterricht

Kann das Pensum für den Religionsunterricht sowie für ERG Kirchen auch in den Vertrag des Schulträgers aufgenommen werden?

Der landeskirchliche Religionsunterricht sowie das Fach Ethik, Religionen, Gemeinschaft Kirchen (ERG Kirchen) ist nach Art. 16 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1; abgekürzt VSG) Sache der kirchlichen Behörden. Der Schulträger stellt die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung und nimmt die im Lehrplan vorgesehenen Lektionen in den Stundenplan auf. Bei Abwesenheit der Lehrperson für ERG Kirchen oder der Religionslehrperson sorgt die Kirche für den Unterricht oder die Aufsicht. Schülerinnen und Schüler ohne Religionsunterricht werden altersgerecht beaufsichtigt, wenn der Religionsunterricht während den Blockzeiten oder in einer Zwischenstunde stattfindet (Art. 10 der Weisungen zur Unterrichtsorganisation, zur Klassenbildung und zum Personalpool in der Volksschule).

Die kirchlichen Behörden sind nicht nur für den Inhalt des entsprechenden Unterrichts zuständig, sondern auch für die Anstellung der Religionslehrpersonen sowie der Lehrpersonen für ERG Kirchen. Diese Lehrpersonen sind von den kirchlichen Behörden und nicht von den Schulträgern anzustellen. Entsprechend kann das Pensum für den Religionsunterricht sowie das Fach ERG Kirchen auch nicht in den Vertrag des Schulträgers aufgenommen werden. Für diese Lehrpersonen gilt das kantonale Personalrecht für Volksschul-Lehrpersonen nicht.

 

 


Sonderaufgaben

Wie werden Sonderaufgaben, für welche bisher eine Entschädigung ausgerichtet wurde, jetzt in Arbeitspensen umgerechnet?

Dies ist Aufgabe des Schulträgers vor Ort. Die gleichen Aufgaben (z.B. Materialverwaltung) sind in den verschiedenen Schulen mit unterschiedlichem Zeitaufwand verbunden und es können und sollen daher keine kantonalen Vorgaben gemacht werden.


Stellvertretungen

Werden kurze Stellvertretungen auch in allen Arbeitsfeldern entschädigt?
 

Die Gewichtung der Arbeitsfelder für Stellvertretungen erfolgt bei der Anstellung. Grundsätzlich erhalten Stellvertretungen eine Anstellung in allen vier Arbeitsfeldern. Dauert eine Stellvertretung im Vollpensum bis zu vier Wochen, so kann die Lehrperson durch den Schulträger in den Arbeitsfeldern Schülerinnen und Schüler oder / und Schule ganz oder teilweise entlastet werden. Das Arbeitsfeld Lehrperson kann nicht unter den unteren Wert der Brandbreite (2 Prozent) reduziert werden. Stellvertretungen mit einen Beschäftigungsgrad von weniger als 30 Prozent können auch nach 4 Wochen in den Arbeitsfeldern Schülerinnen und Schüler oder / und Schule befreit werden (Art. 10 Abs. 3 Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen).

Es ist zu empfehlen, vor Stellenantritt von Stellvertretungen verbindlich festzulegen, welche Aufgaben zusätzlich zum Unterricht zu erfüllen sind und an welchen Sitzungen und Veranstaltungen die Teilnahme erwartet wird.


Teilzeitlehrpersonen

Können Teilzeitlehrpersonen zur Teilnahme an Schullagern verpflichtet werden?

Wie wird die Lagermitwirkung von Teilzeitlehrpersonen berücksichtigt?

In begründeten Fällen kann die Schulleitung bzw. die vorgesetzte Stelle Lehrpersonen von der Teilnahme an besonderen Veranstaltungen entbinden und die Entbindung durch andere Arbeit für die Schule kompensieren lassen (Art. 6 Abs. 1 Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen).

Der Umfang der Teilnahme von Lehrpersonen mit einem reduzierten Beschäftigungsgrad an besonderen Unterrichtsveranstaltungen richtet sich nach dem Beschäftigungsgrad (Art. 6 Abs. 2 Reglement über den Berufsauftrag der Volksschul-Lehrpersonen). Die Detailregelung erfolgt in Absprache mit der Schulleitung. Teilzeitlehrpersonen, die mit ins Lager gehen, leisten in dieser Woche ein Überpensum. Für Teilzeitlehrpersonen, die an besonderen Unterrichtsveranstaltungen zu einem höheren Anteil mitwirken, als es ihrem durchschnittlichen Wochenpensum entspricht, sind gemeindeeigene Lösungen zu finden.

 

Was geschieht mit der Anstellung von Teilzeit-Lehrpersonen, wenn sie das 56. Altersjahr vollendet haben und also Altersentlastung erhalten?

Voraussetzung für den Erhalt von Altersentlastung ist, dass das Anstellungspensum mindestens 30 Prozent beträgt.

Teilzeit-Lehrpersonen können, wenn sie Altersentlastung erhalten, ihr angestammtes Unterrichtspensum entweder reduzieren oder belassen. So oder so ergeben sich Veränderungen bei der Gewichtung der Arbeitsfelder und es muss ein neuer Anstellungsvertrag erstellt werden.

Altersentlastung soll nicht zu einem Überpensum führen: Die Gesamtanstellung darf nicht mehr als 100 Prozent betragen.

Unterrichtet eine Teilzeit-Lehrperson nach Vollendung des 56. Altersjahrs gleich viele Wochenlektionen wie vorher, so werden die Arbeitsfelder Schülerinnen und Schüler, Schule, Lehrperson erhöht und es ist entsprechend mehr Arbeitszeit zu leisten.

Durch die lineare Berechnung der Altersentlastung unterscheidet sich die Anzahl bezahlter Stunden für die Altersentlastung je nach tatsächlichem Unterrichtspensum.


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