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FAQ: U – Z


Überpensum

Ist es möglich, als Standardlehrperson mehr als 28 Lektionen zu unterrichten?

Lehrpersonen sind grundsätzlich nicht zu mehr als 100 Prozent anzustellen. Aus betrieblichen Gründen ist es möglich, dass einer Lehrperson zusätzlicher Unterricht von höchstens zwei Lektionen während längstens dreier Schuljahre übertragen werden. Dieser zusätzliche Unterricht ist im ergänzenden Arbeitsvertrag auszuweisen (Art. 16 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).

Wer entscheidet, ob zusätzlicher Unterricht (über 100%) ausbezahlt oder per Zeitausgleich kompensiert wird? Wie wird eine allfällige Auszahlung berechnet?

Die Lehrperson gleicht zusätzlichen Unterricht im Einvernehmen mit dem Schulträger innerhalb von drei Jahren durch eine entsprechende Reduktion der Zahl der zu erteilenden Lektionen aus. Ist ein Ausgleich nicht möglich, wird der zusätzlich erteilte Unterricht ausbezahlt. Der Entscheid liegt beim Schulträger. Die Entschädigung beträgt 3.143 % des Jahreslohns je Jahreswochenlektion (Art. 11 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).

Dürfen zusätzliche Arbeiten in den Arbeitsfeldern Schülerinnen und Schüler, Schule sowie Lehrperson ausbezahlt werden?

Leisten Lehrpersonen zusätzliche Arbeit in den drei Arbeitsfeldern Schülerinnen und Schüler, Schule oder Lehrperson und kann diese nicht durch die Gewichtung der Arbeitsfelder im Arbeitsvertrag ausgeglichen werden, so wird dieser Aufwand mit 0,52 Promille des Jahreslohns pro Arbeitsstunde entschädigt. Die Unmöglichkeit des Ausgleichs durch Gewichtung der Arbeitsfelder ist dem Schulträger durch die Schulleitung nachzuweisen (Art. 19 und 20 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).

Was geschieht mit der Altersentlastung bei Überpensum?

Lehrpersonen mit Altersentlastung wird kein zusätzlicher Unterricht übertragen. Ausnahmen – soweit sie im Interesse der Schule zwingend nötig sind – bedürfen der Bewilligung des Schulrates bzw. der gemäss Organisationsrecht des Schulträgers zuständigen Stellen (Art. 16 Abs. 3 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).
Sollte eine Lehrperson mit Altersentlastung aus betrieblichen Gründen ein Überpensum erhalten, ist dieses grundsätzlich durch Kompensation auszugleichen. Nur wenn dies ausnahmsweise nicht möglich ist, kann eine Auszahlung erfolgen (Art. 17 Verordnung zum Personalrecht der Volksschul-Lehrpersonen).

Weiterbildung / Lehrplan-Einführung

Welchem Arbeitsfeld im neuen Berufsauftrag werden die Weiterbildungstage der Lehrplan-Einführung zugeordnet?

 

In welchem Arbeitsfeld die geleisteten Weiterbildungsstunden für die Lehrplaneinführung verbucht werden, entscheidet der Schulträger: Grundsätzlich ist es möglich, diese Arbeitszeit in den Arbeitsfeldern Schule und/oder Lehrperson anzurechnen.

Für kantonale Weiterbildungen gilt eine Kurszeit von netto 6 Stunden pro Tag. Ob und in welchem Umfang weitere zeitliche Aufwendungen bei der Arbeitszeit dazugerechnet werden können, wird ebenfalls lokal geregelt.

Das Amt für Volksschule stuft die Lehrplan-Einführung als ausserordentliche Weiterbildung ein. Es ist im Eigeninteresse der Lehrpersonen, sich ausreichend auf den Lehrplan vorzubereiten und die damit zusammenhängenden Neuerungen zu kennen. Dies gilt auch für Lehrpersonen, die ein kleines Anstellungspensum haben.

 


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