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Datenschutz

"Datenschutz" bedeutet Schutz der Menschen vor jedem Missbrauch ihrer persönlichen Daten in ihrem täglichen Leben und damit Persönlichkeitsschutz bzw. Schutz der Privatsphäre. Spätestens seit Web 2.0 Applikationen Einzug ins Schulzimmer gehalten haben, kommt dem Schutz der persönlichen Daten von Lernenden - aber auch von Lehrenden - eine immer grössere Bedeutung zu.

 

Viele Menschen, auch Kinder und Jugendliche, geben im Internet persönliche Daten oder Bilder von sich preis: in sozialen Netzwerken und Foren, beim E-Mailen, bei Wettbewerben, im Chat oder bei Umfragen. Viele Daten werden auch ohne ihr Wissen gesammelt und gespeichert – von Suchmaschinen und Apps etwa. So werden diese Daten nutzbar. Online gestellte Bilder, Videos und Meinungsäusserungen können Dritte im Internet weiterverbreiten und Unternehmen können persönliche Daten für Werbezwecke und kommerziell nutzen.

 

 Es braucht daher einen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Daten.

Merksätze zum Datenschutz

  • Bearbeiten Sie nur diejenigen Daten, welche Sie für die gesetzliche Aufgabenerfüllung benötigen.

  • Versenden Sie keine vertraulichen Informationen per E-Mail (Ausnahme: verschlüsselte Übermittlung oder Versand in einem geschützten Netz).

  • Schützen Sie die Computernetze und sichern Sie die Computer je Benutzerin bzw. Benutzer.

  • Stellen Sie sicher, dass die Daten den richtigen Empfänger erreichen (Vorsicht am Telefon).

  • Geben Sie Daten nur an Empfänger weiter, welche die Daten einsehen dürfen bzw. zur Auftragserfüllung benötigen.

  • Notieren Sie keine persönlichen Daten der Schülerinnen und Schüler in Schulchroniken, Publikationen und im Internet.

  • Teilen Sie Informationen betreffend Verhalten und Leistungen bestimmter Schülerinnen und Schüler nicht vor versammeltem Kollegium im Lehrerzimmer mit.

  • Achten Sie bei Gesprächen ausserhalb der Arbeitszeit darauf, dass nicht auf Personen geschlossen werden kann.

 

Messenger-Dienst «WhatsApp»

Der zu Facebook gehörende Messenger-Dienst WhatsApp hat das Mindestalter für Nutzerinnen und Nutzer in Europa von 13 auf 16 Jahre heraufgesetzt. Die Anhebung steht in Zusam-menhang mit der neuen EU-Verordnung zum Datenschutz. Diese ist am 25. Mai 2018 in Kraft getreten und regelt u.a., dass Nutzerinnen und Nutzer nicht jünger als 16 Jahre alt sein dürfen, wenn Dienste nutzerspezifische Daten verarbeiten.

Wir bitten Sie zu beachten, dass «Klassen-Chats» aus diesem Grund von Lehrpersonen mit Schülerinnen und Schülern unter 16 Jahren nicht mehr via WhatsApp geführt werden können.

 

Tipp für Lehrpersonen:

Nehmen Sie diese Änderungen zum Anlass und sprechen sie mit den Schülerinnen und Schülern über die neue Bestimmung und wie man mit solchen Aufforderungen umgehen soll.

 

Allgemeiner Hinweis:

Die Nutzungsbedingungen schützen die Konzerne vor drohenden Klagen und Bussen. Dabei geht es nicht um den Schutz der Kinder und nicht um eine Altersempfehlung. Eltern entscheiden, ob ihr Kind alt genug ist, um WhatsApp oder andere Apps zu nutzen. WhatsApp schreibt dazu: «Zusätzlich zu der Anforderung, dass du nach geltendem Recht das zur Nutzung unserer Dienste erforderliche Mindestalter haben musst, gilt Folgendes: Wenn du nicht alt genug bist, um in deinem Land berechtigt zu sein, unseren Bedingungen zuzustimmen, muss dein Erziehungsberechtigter in deinem Namen unseren Bedingungen zustimmen.» Eltern sollen mit ihren Kindern diskutieren, warum man auch zu jung sein kann für gewisse Inhalte. Diesen Bezugsrahmen sollten sie aber selbst aufstellen. Nach ihren eigenen Werten und den Werten, die im Umfeld des Kindes zählen. Auch wenn einzelne Eltern der Nutzung zustimmen, kann die Schule nicht von allen Eltern erwarten, dass sie ebenfalls die Zustimmung erteilen.

Trinationaler Leitfaden des LCH
PDF-Datei Leitfaden - Datensicherheit - an Schulen vom Nov 2015 (719 kB, PDF)   18.01.2016