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Gewaltprävention

Projekt Gewaltprävention: Schlussbericht

In den vergangenen Jahren haben Erziehungsrat und Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen im Rahmen des Projekts Gewaltprävention für die Volksschulen umfassende Grundlagen zur Gewaltprävention entwickelt. Mit dem Kreisschreiben «Gewaltprävention in der Volksschule» vom August 2012 hat der Erziehungsrat die Bedeutung und Verbindlichkeit der Gewaltprävention in der Schule unterstrichen und gleichzeitig den konkreten Auftrag der Schulen in diesem Bereich umschrieben.

 

Der Erziehungsrat hat in seiner Sitzung vom 14. Januar 2015 den Schlussbericht zur Kenntnis genommen und das Projekt abgeschlossen. Nachhaltige Gewaltprävention zeichnet sich aus, wenn sie von den Akteuren der Schulen als permanenter, kollektiver Auftrag verstanden wird und in die lokale Qualitätsentwicklung eingebunden ist. Der Erziehungsrat hat das Amt für Volksschule deshalb eingeladen, die Entwicklung in den Schulen weiterhin zu verfolgen und die Wirkung des Kreisschreibens und der Broschüre «Gewaltprävention in der Schule» im Rahmen einer Standortbestimmung zu überprüfen.

 

Diese Standortbestimmung wurde im Jahr 2018 vorgenommen. Dazu wurde ein Bericht erarbeitet, von welchem der Erziehungsrat in der Sitzung vom 21. November 2018 Kenntnis genommen hat. In diesem Bericht «Standortbestimmung Gewaltprävention in der Schule» sind die verschiedenen Einschätzungen der Kooperationspartner und Anspruchsgruppen zusammengefasst.

 

Gemäss den Rückmeldungen der Kooperationspartner und diversen Anspruchsgruppen lässt sich in der Praxis eine Verschiebung in der Ausrichtung von der (isolierten) Gewaltprävention auf die ganzheitliche Prävention erkennen. Im Weiteren hat sich gezeigt, dass die Gewaltprävention nach wie vor einen hohen Stellenwert in den Schulen aufnimmt, doch andere Präventionsthemen vermehrt in den Fokus gerückt sind. Die vorgenommene Standortbestimmung hat zudem auch deutlich gemacht, dass aktuell keine neuen Instrumente zur Gewaltprävention nötig sind, sondern dass diese justiert und überarbeitet werden können.

Fachbroschüre «Gewaltprävention in der Schule»

Die Fachbroschüre richtet sich an Lehrpersonen, Schulleitende und Schulbehörden und beleuchtet verschiedene Ursachen von Gewalt, zeigt die Dimensionen der Gewaltprävention auf, schafft die Grundlagen zur Gewaltprävention in der Schule und zeigt auf, wie Gewaltprävention im Schulhaus und im Unterricht konkret und umgesetzt werden kann. Sie vermittelt folgende Kernbotschaften:

  • Gewaltprävention findet im Unterrichts- und Schulalltag statt. Guter Unterricht ist (auch) Gewaltprävention.
  • Gewaltprävention in der Schule heisst positive Beziehungen gestalten, soziales Verhalten lernen und anwenden, Kinder und Jugendliche unterstützen, fair zu streiten und Konflikte lösungsorientiert auszutragen, bei aggressivem Verhalten und Gewalt rasch, konsequent und professionell intervenieren.
  • Gewaltprävention wirkt, wenn sie gemeinsame, verbindliche Aufgabe von Team und Schulleitung ist, Aktivitäten überzeugend und kontinuierlich umgesetzt werden und Schüler/-innen und Eltern an der Ausgestaltung von Werten, Normen und Präventionsaktivitäten beteiligt sind.

Die Broschüre «Gewaltprävention in der Schule» steht nachfolgend zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können - solange verfügbar - beim ZEPRA Prävention und Gesundheitsförderung, Tel. 058 229 87 60 oder zepra@sg.ch, bestellt werden.

Literatur und Lehrmittel

Schulleitungen und Lehrpersonen finden in der Literatur- und Lehrmittelliste fachliche Grundlagen und Anregungen für Aktivitäten im Bereich der Gewaltprävention in der Schule und Materialien für den Unterricht. Diese sollen die Umsetzung des Gewaltpräventionsauftrags unterstützen und erleichtern. Das Verzeichnis ist nach einem allgemeinen Grundlagenteil auf die vier Handlungsfelder der Gewaltprävention, wie sie im Kreisschreiben beschrieben sind, abgestimmt (Soziale Schulqualität / Beziehungsgestaltung, Prosoziales Verhalten / Selbstkompetenz, Konstruktive Konfliktlösung, Früherkennung / Frühintervention).

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