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Heilpädagogische Frühförderung im Vorschulalter

Ziel der Heilpädagogischen Frühförderung ist es, Kinder mit Behinderung, Entwicklungsverzögerungen, -einschränkungen oder -gefährdungen ab Geburt bis zum Schuleintritt mittels Abklärung, präventiver und heilpädagogischer bzw. therapeutischer Unterstützung sowie angemessener Förderung im familiären Kontext oder in professionellen Räumlichkeiten zu behandeln und zu fördern. Dabei werden auch fachliche Kompetenzen an Eltern und weitere involvierte Personen weitergegeben. Im Kanton St.Gallen stehen entsprechende ziel- und bedarfsorientierte Angebote zur Verfügung. Der Eintritt in den Kindergarten der Regelschule bzw. in eine Sonderschule ist ein zentraler Übergang, der bei Bedarf durch die Fachpersonen der Heilpädagogischen Frühförderung – als Teil des Angebots – sorgfältig vorbereitet und begleitet wird.

Versorgung im Kanton St.Gallen

  • Dienste
    Dienste werden von einem privaten oder einem öffentlichen Träger geführt. Sie verfügen über eine kantonale Anerkennung. Die Notwendigkeit einer kantonalen Anerkennung entfällt, wenn Dienste bzw. Ambulatorien von Gemeinden geführt und beaufsichtigt werden. Sie erfüllen dieselben Qualitätsstandards wie die kantonal anerkannten Dienste.
  • Privatpraxen für Kinder im Vorschulalter
    Logopädinnen, Früherzieherinnen, Audio-Pädagoginnen oder Low-Vision-Pädagoginnen, die selbständig tätig sind, verfügen über eine entsprechende kantonale Anerkennung und Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung.
  • Sonderschulen
    Sonderschulen können in ihrem Spezialisierungsbereich eine Abteilung Heilpädagogische Frühförderung führen, sofern sie die kantonalen Anforderungen erfüllen und über eine entsprechende kantonale Leistungsvereinbarung verfügen.
  • Logopädie am Ostschweizer Kinderspital
    Bei logopädischen Störungsbildern mit einem komplexen medizinischen Hintergrund deckt die Logopädie am Ostschweizer Kinderspital den überregionalen Bedarf bezüglich Abklärung, Therapie und Beratung ab. 

Standardisierter Entwicklungsbericht für die Heilpädagogische Frühförderung

In der Standortbestimmung werden die Förder- und Therapieziele überprüft, aktualisiert und schriftlich festgehalten. Das Protokoll über das Standortgespräch dient der Berichterstattung an die Eltern, als Grundlage für eine Anmeldung beim Schulpsychologischen Dienst bei einer allfälligen Sonderschulbedürftigkeit und als Beilage für ein Verlängerungsgesuch an den Kanton. Für die Berichterstattung steht das standardisierte Formular «Entwicklungsbericht Heilpädagogische Frühförderung» zu Verfügung (Sonderpädagogik-Konzept für die Sonderschulung, Kapitel 6.2.5.c). Dieses steht den Heilpädagogischen Frühförderdiensten (HPD, obvita und APD) und den selbstständigen Logopädinnen bzw. Logopäden für Kinder im Vorschulalter zur Verfügung.

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