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Dispensation

Ungenügende Lernleistungen sind kein Grund für eine Dispensation. In diesem Fall sind die Schülerinnen und Schüler abgestuft zu fördern und es sind gegebenenfalls im Sinn einer Fördermassnahme vom Schulrat individuelle Lernziele zu verfügen.

 

Die Fremdsprachen unterliegen bezüglich Dispensation den gleichen Regelungen wie die anderen obligatorischen Schulfächer. Dispensationen sind nur restriktiv bzw. nur in begründeten Ausnahmefällen zu bewilligen, um ungerechtfertigte Chancenungleichheiten zu verhindern.

 

Aus gesellschaftspolitischer Sicht gefährdet die Dispensation von einem obligatorischen Fach die Gleichberechtigung. Eine Dispensation kann nur im Einzelfall aufgrund einer genauen Abklärung durch den Schulpsychologischen Dienst unter Würdigung aller massgebenden Faktoren, die eine Dispensation als begründet erscheinen lassen, verantwortet werden. Die Eltern und die Lernenden müssen in die Entscheidungsfindung einbezogen und eingehend über die möglichen Konsequenzen informiert werden. Die Schulträger sind gehalten, dem Amt für Volksschule Anzahl und Gründe für Dispensationen im Fremdsprachenunterricht zu melden.

 

Im August 2013 hat der Erziehungsrat eine Handreichung zum Thema Dispensation vom Fremdsprachenunterricht erlassen. Im Juni 2013 hat er den Bericht zur Standortbestimmung des Fremdsprachenunterrichts an der Volksschule im Kanton St.Gallen zur Kenntnis genommen.

 

Schulen, die einzelne Schülerinnen und Schüler vom Fremdsprachenunterricht dispensieren, haben dies dem Amt für Volksschule zu melden: claudia.ebneter@sg.ch

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